Heute ziehen der Palast und das Theater des antiken Aigai als auch das einzigartige Museum am Großen Tumulus mit den königlichen Gruften eine große Anzahl von Besuchern an, die sich von der Besonderheit der Entdeckung der makedonischen Hauptstadt, Geburtsort von König Phillip II. und seines Sohnes, Alexander des Große, dem Makedonier, leiten lassen.
Die bedeutendsten Monumente der archäologischen Stätte Vergina-Aigai sind:
Die königliche Gruften des Großen Tumulus . Hier findet man drei makedonische Gruften und ein kastenförmiges Grab, welche schon geplündert wurden. Zwischen diesen liegt die größte Gruft, die wie ein Herrschaftshaus gestaltet ist mit einer großen Kammer und einer Fassade, die wie ein dorischer Tempel gestaltet ist. Diese Gruft soll das Grab von König Phillip II. (†336 v.Chr.) sein.
Die königlichen Gruften im Nordwesten der Stadt . Hier findet man zwei makedonische Gräber. „Die Gruft von Romaio“ mit seiner ionischen Fassade und „Die Gruft von Eurydike“, die der Mutter von Phillip II. gehören soll und auf das Jahr 340 v.Chr. zurückgeht. Außerdem kann man drei Kammergräber des 5. und 4. Jh. v.Chr. sehen.
Die Tumulusgräber. Die 300 Gräber gehen zurück auf das Eisenzeitalter (11.-8. Jh. v.Chr.).
Der Palast und das Theater. Der Palast geht zurück auf das 4. Jh. v.Chr. und besteht aus dem Heiligtum des Heracles Patroos und luxuriösen Banketkammern für den König und seine Kurtisanen. In einer ist noch ein wunderschönes Mosaik erhalten.
Das Heiligtum der Eukleia liegt an der Nordseite des Theaters und besteht aus zwei Tempeln aus dem 4. und 3. Jh. v.Chr.
Die Akropolis und die Stadtmauer befinden sich am südlichen Ende des Ortes an einem steilen Hang. Die Mauer erstreckt sich bis in den Osten der antiken Stadt. Teile des Hofes und der Innenräume wurden ausgegraben. Die Befestigung von Aigai geht auf die hellenische Periode zurück (spätes 4., frühes 3. Jh. v.Chr.).
Im Museum von Vergina kann man wertvolle Funde außergewöhnlicher Kunst bewundern. Goldschmuck, Waffen, Rüstungen, Gefäße, Inschriften mit besonderen Mustern und Farben, die die Zeit überlebten.
Bewundern Sie den goldenen Schrein mit dem sechzehnstrahligem Stern, den goldenen Eichenkranz, Schild, Helm, das große Schwert, Brustpanzer, Speerenden, Kupfermünzen und Goldteller aus der Grabkammer Königs Phillips II. Der goldene Schrein, der seine Knochen bewahrt und der goldene Eichenkranz sind zwei der bedeutendsten Funde der Welt. Der Kranz wiegt 714 g und besteht aus 313 Blättern und 68 Eicheln. Der Schrein besteht aus 11 kg purem Gold.
Außerdem werden Sie den Goldschrein mit dem zwölfstrahligen Stern und das goldene Diadem bewundern, die ebenso in der Grabkammer Phillip II. gefunden worden sind. Von großem Interesse ist auch die Fassade der Gruft, die mit einem besonderen Fresko, welches eine Jagdszene darstellt, dekoriert ist. Experten vermuten, dass Phillip II. und sein Sohn Alexander in der Szene mit dargestellt sind. Der Besucher kann außerdem Silbergefäße und kleine goldene runde Scheiben mit dem makedonischen Stern sehen.
Die Ausstellung des Museums ist dem Archäologen Manolis Andronikos geweiht, der nicht nur diese Schätze ans Tageslicht brachte, sondern auch das Wissen besaß, sie als solche zu erkennen. Verpassen Sie es nicht, den Ausgräber selbst kennenzulernen. Auf einer speziellen Projektionsfläche im Museum kann man ihn und die Monumente auf Video sehen.
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