Santorini wurde mehrmals mit Atlantis , dem legendären Kontinent, der untergegangen ist, in Verbindung gebracht. Das Rätsel, das die Zerstörung der einen Insel und das Verschwinden der anderen betrifft, hat Generationen von Wissenschaftlern beschäftigt.
Hauptstadt der Insel ist Fira mit dem Anlegeplatz Athinio. Die westliche Küste Santorinis endet in einem abschüssigen Abgrund und verliert sich in der Kaldera, der rundförmigen Meeresoberfläche, die eine Fläche von ungefähr 32 Quadratmeilen hat und eine Tiefe von 300-400 Metern. An den Wänden der Kaldera, haben sich horizontale, parallele Zonen schwarzen und roten Felsens gebildet und Aspas, die aus aufeinander folgenden Explosionen des Vulkans herrühren und einen einzigartige Schnitt bilden für diejenigen, die die ferne Vergangenheit der Insel erforschen wollen.
Auf dem Gipfel und parallel zum Abgrund, haben sich die sehr bekannten Siedlungen Fira , Firostefani, Imerovigli, Oia, Messaria, Pyrgos, Emporeio .
FIRA
Fira , die Hauptstadt von Santorini, ist am Rande eines steilen Abgrundes befestigt, der in Wirklichkeit den Kamm eines Kraters bildet. Am Rande der Kaldera gebaut, bietet sie einen wundervollen Blick auf den Vulkan.
Die Siedlung wurde 1810 gebaut, als die Einwohner von Skaros anfingen, die Burg zu verlassen, um sich weiter unten niederzulassen, an einem flacheren Ort mit Zugang zum Meer. Die Stadt ist länglicher Form mit engen, steilen Gässchen mit Kopfsteinpflastern und lauter Treppenstufen.
Fira kann man von Athinio aus mit dem Auto erreichen, dem einzigen Hafen der Insel vom Mesa Gyalo, wo normalerweise die Kreuzfahrtschiffe anlegen. Von dort aus kann man nach Fira fahren, die Seilbahn nehmen, zu Fuß gehen oder mit dem Esel die 566 Treppenstufen des
kopfsteingepflasterten Gässchens hoch steigen.
Außer den Sehenswürdigkeiten, die Fira zu bieten hat, ist die Stadt das Lebenszentrum von Santorini. Viele Hotels, Apartments, Restaurants, Bars, Cafes und Night Clubs stehen den Besuchern zur Verfügung, als auch Läden, die Folklorewaren und teuren Goldschmuck anbieten.
Besuchen Sie die Kirchen von Agios Minas und von Christus, Meisterwerke kirchlicher Architektur, die erste mit der charakteristischen Santorini-Kuppel, die zweite mit dem holzgeschnitzten Tempel und dem episkopalen Thron.
Das archäologische Museum von Fira befindet sich an der Grenze des Katholischen zum Orthodoxen Stadtviertel und beherbergt Funde aus den Ausgrabungen in Akrotiri und Mesa Vouno.
FIROSTEFANI
Längliche Siedlung, die auch entlang des Abgrundes von Kaldera gebaut und mit Fira verbunden ist, mit wundervollem Blick auf den Vulkan.
Besuchen Sie die Kirche des Agios Gerasimos , einzigartig auf der Insel mit ihren Zypressen, die Kirche Agios Charalambos und die katholische Panagia ton Agion Theodoron, die am 15. August ihren Namenstag feiert.
Zwischen Firostefani und Imerovigli, der sofort nächsten Siedlung, befindet sich das alte orthodoxe Kloster Agiou Nikolaou.
 |
IMEROVIGLI
Der Name stammt aus der Piratenzeit: Vigla bedeutet Beobachtungsstand, also bedeutet Imerovigli Beobachtungsstand des Tages. Tatsächlich erlaubte die zentrale Lage an der höchsten Stelle der Kaldera die Überwachung des gesamten Raums zur rechtzeitigen Warnung der Einwohner vor heranziehenden Piraten.
Die Burg von Skaros, die im Laufe von 600 Jahren nie erobert wurde, ist sicher einen Besuch wert.
Von Skaros können Sie dem Pfad in Richtung Theoskepasti - Kirche, die
auf dem Felsen gebaut ist und einen beeindruckenden Ausblick bietet, folgen. Noch eine Kirche in Imerovigli ist die Panajia i Malteza, die ihren Namen von der Ikone erhalten hat, die im Meer, in der Nähe von Malta gefunden wurde und einem wundervollen holzgeschnitzten Tempel mit Ikonen aus dem Alten Testament.
Da sich Imerovigli ganz in der Nähe von Fira befindet, ist es über eine öffentliche Straße oder einen alten Pfad, der einen wundervollen Ausblick bietet und parallel zum Rande des Abgrundes geht, erreichbar. Es ist ein Spaziergang von nur 20 Minuten, den Sie unbedingt machen sollten.
In Imerovigli gibt es ein breit gefächertes Angebot an Tavernen, Restaurants, Bars, Hotels und Mietapartments.
OIA
10 Kilometer von Fira entfernt. Besteht aus 6 Vierteln: Oia, Perivola, Finikia, Tholos und an der Basis von Kaldera Ammoudi und Armeni.
Oia befindet sich viel weiter unten als Fira, ist näher am Meer, mit welchem es über zwei Kalderimia mit Treppenstufen verbunden ist. Das eine führt nach Ammoudi mit 214 Treppenstufen, das andere mit 286 nach Armeni, wo sich in der Nähe der Küste, die kleine Kirche des Ai Nikolas, des Schutzpatrons der Seemannsleute, befindet.
In Oia sind ein Schifffahrtsmuseum, ein Kulturzentrum, eine zentrale Kunstgalerie und viele populäre Kunstgalerien in Betrieb
Viele Geschäfte bieten Handarbeiten, Souvenirs, Schmuck und andere Andenken an.
Oia, eins der schönsten Dörfer von Santorini, der perfekte Ort für ruhige Urlaubstage, ist berühmt für seinen zauberhaften Sonnenuntergang.
In Oia mit den gepflasterten Straßen und der Kykladischen Architektur, werden Sie den Panorama-Blick auf die Insel Thirasia, auf den Vulkan und die restliche Insel genießen.
MESSARIA
Befindet sich 3.5km südöstlich von Fira
im Innern der Insel und ist von Gärten und Weinbergen umgeben.
Die Kirchen Metamorphossi tou Sotiros und Agia Eirini, gebaut zwischen 1680 und 1700, wie auch die Metropolis, sind einen Urlaub wert.
Messaria hat den typischen Kykladischen Reiz mit den malerischen, schneeweißen Häusern und den winzigen Wegen. Eine der am meisten beeindruckenden Sehenswürdigkeiten des Dorfes, ist das Archontiko Argyrou, 1888 gebaut vom Weinanbauer Jiorgos Argyros, das vor kurzem renoviert wurde. Es ist ein Haus im typischen Santorinistil aus dem vorigen Jahrhundert mit außergewöhnlicher Architektur. Hier wird ein großer Teil des Santoriniweins produziert.
PYRGOS
Pyrgos ist am Fuße des Berges Profitis Ilias gebaut, in der Nähe der Strände Perissa und Kamari. Es ist ein Vorbild einer Festungssiedlung, die intensiv die mittelalterlichen Elemente bewahrt. Die Außenwand der Häuser stellte einen Teil der Festung der Siedlung dar. Als es keine Gefahren mehr gab durch feindliche Angriffe, haben die Bewohner angefangen, auch außerhalb der Mauern zu bauen und so hat die Siedlung ihre heutige Form angenommen. Es gibt viele sehenswerte Kirchen, wie die Theotokaki-Kirche, die Metamorphossi tou Sotiros-Kirche, die Agia Theodosia, Eisodia tis Theotokou und andere. In der Nähe der Burg, auf dem Gipfel des Profitis Ilias, werden Sie ein Kloster treffen, das dem gleichnamigen Propheten gewidmet ist und eine bemerkenswerte Sammlung von wichtigen heiligen Kostbarkeiten, Handschriften und vielen alten und neueren Büchern enthält.
EMBORIO
Emporio ist das größte Dorf des südlichen Santorinis. Etwas vor dem Eingang zum Dorf gibt es eine kleine Kirche, die dem Agios Nikolaos
Margaritis gewidmet ist, gebaut auf einem antiken Heiligtum im 3. Jahrhundert v.Chr., hat sie ihren Namen von den grauen, gemeißelten Marmorsteinen, aus denen das Heiligtum errichtet worden war.
Die bekanntesten Strände der Insel sind KAMARI, der Rote Strand, Perissa und Mon olithos mit Kieselsteinen oder schwarzem Sand.
 |
KAMARI
Der schöne schwarze sandige Strand in KAMARI hat eine Länge von 8km und befindet sich an der östlichen Seite der Insel. Sie brauchen nicht lange zu suchen nach Tavernen am Meer, Hotels, Touristenläden und Vergnügungslokalen. Sie können hier Wassersportarten treiben, wie Wasserski, Windsurfen und Wasserfahrrad. In der Nähe befindet sich Avis , noch ein anderer, ruhiger Strand mit schwarzem Sand, der ebenfalls Wassersportmöglichkeiten bietet.
AKROTIRI – KOKKINI PARALIA
In der Nähe des archäologischen Gebietes von Akrotiri, befindet sich der Rote Strand (Kokkini Paralia). Sie könnten keinen faszinierenderen Ort für Ihr Bad finden. Die roten Felsen versinken im sandigen Strand und im kristallklaren Meer, eine zauberhafte Landschaft bildend. Mit Booten können Sie an andere Strände der südwestlichen Küste gefahren werden.
PERISSA
Ein breit gefächertes Angebot an Wassersportmöglichkeiten gibt es auch in Perissa, einem berühmten Strand von Santorini. Der einzigartige schwarze Sand und das kristallklare, tiefe Meer gehören zu den beeindruckendsten Elementen. Der Strand von Perissa befindet sich im südöstlichen Teil der Insel.
MONOLITHOS
Nördlich von KAMARI an der östlichen Küste der Insel befindet sich der Strand
von Monolithos. Es ist der ruhigste Strand von Santorini, bietet aber gleichzeitig mit seinen Tavernen und Cafés alle Annehmlichkeiten der anderen Strände.
Im mit vulkanischem Material bedeckten Akrotiri, wurde 1967 von dem Professor Spyros Marinatos eine ganze Stadt am Meer entdeckt, mit Straßen, Plätzen, Gebäuden mit mehreren Stockwerken, Werkstätten u.a. mit sehr kunstvollen Wandmalereien, mit originalen Themen, welche die Räume, Gefäße und Werkzeuge aus Stein, Ton und Metall verzierten, die zu Hunderten gefunden wurden und den Reichtum und die Blüte der Stadt bezeugen.
Akrotiri war das Zentrum einer sehr bedeutenden Kultur in der Ägäis in der Mitte des 16. Jahrhunderts vor. Chr. Dieses Zentrum, auch wenn es bedeutende Einflüsse aus dem damals sich in seiner Blütezeit befindenden Kreta erhielt, hatte es geschafft, seine eigenen Charakteristika zu bewahren.
Der Reichtum und die Qualität der Häuser, die bis heute entdeckt wurden, bezeugen, dass Akrotiri eine Stadt war, die im Wohlstand lebte. Das Leben der Einwohner war angenehm und fein, eine Tatsache, die uns an die Kreter der Minoischen Jahre erinnert.
In der Architektur der Stadt, ist das Kykladische Element intensiv zu beobachten. Die Gebäude bestanden aus zwei oder drei Stockwerken mit vielen Zimmern. Die reichsten von ihnen waren aus gemeißeltem Stein (aus diesem Grund wurden sie von den Archäologen Xestes genannt), die übrigen waren aus Lehm und Stroh.
Das Erdgeschoss war mit den oberen Stockwerken mit einer Innentreppe aus Holz oder Stein verbunden. Für die Befestigung der Gebäude im Falle eines Erdbebens, verwendete man Holzgerüste, wie auf Kreta. Die Fußböden der Häuser waren gewöhnlich aus festgetretener Erde. Häufig wurde die Erde mit Platten, die eine normale
Form haben, bedeckt oder mit Schieferplatten. Auf anderen Böden schichteten sie kleine Stücke aus Meeresmuscheln auf die Erde oder belegten die Erde mit einer Art Mosaik aus Kieselsteinen.
Die Dächer müssen horizontal gewesen sein und als Dichtungsmaterial hatten sie eine Schicht Erde, eine Technik, die wir noch vor wenigen Jahren auf den Inseln der Kykladen vorfanden. Im Erdgeschoss befanden sich immer die Lagerräume, die Werkstätten und die Mühlen. Die Räume der oberen Stockwerke dienten als Wohnräume. Viele Wände waren mit wunderschönen Wandmalereien dekoriert.
Die Straßen der Stadt waren eng und mit Steinen gepflastert. Das Kanalisationssystem bestand aus gebauten Abzugskanälen unter der Oberfläche des Kopfsteinpflasters. Die Abwässer gelangten in die Abzugskanäle über Rohre aus Ton, die in die Wände der Häuser integriert waren.
PRODUKTE
Wein: Der aus der Antike bekannte Wein, der heute standardisiert ist, wird von acht Weinherstellern abgefüllt. Der Nychteriwein (trocken, weiß) und der Visantowein (süß, weiß) sind die berühmtesten Sorten von Santoriniwein.
Tomate: Vor 1960 gehörte die Tomate zu den Hauptprodukten der Insel.
Fava: Auf traditionelle Art und Weise wird die berühmte Fava von Santorini kultiviert. Frühreifes Gartengemüse (Erbsen, Saubohnen, u.a.) wird in den letzten Jahren auf der Insel kultiviert, insbesondere in der Gegend des Exomyti.
Anreise
Mit der Fähre: Täglich fahren von Piräus Fähren Richtung Santorini ab (Entfernung 130 Seemeilen).
Informationen zu den Fahrplänen der Fähren von Piräus nach Santorini sind
über die Hafenpolizei von Piräus erhältlich, Tel. 210 4511311 . 210 4511311.
Mit dem Flugzeug: Es gibt täglich Flüge von Santorini nach Athen. Es gibt ebenfalls Direktflüge von Santorini nach Mykonos, Heraklion und Rhodos. Außerdem gibt es Charterflüge von Santorini zu verschiedenen europäischen Städten. Der Flughafen der Insel ist 7km von Fira entfernt.
Tel. des Flughafens: 0030 22860 31525
Von Santorini aus können Sie folgende Ziele erreichen:
Mit dem Schiff bestehen von Santorini aus folgende regelmäßige Verbindungen nach: Ios, Naxos, Paros, Syros, Sikinos, Folegandros, Sifnos, Serifos, Kimolos, Milos, Mykonos und Heraklion/Kreta.
|