Einige der bedeutendsten Monumente der Stätte sind:
Der Tempel von Apollo. Die sichtbaren Ruinen, die zum Tempel gehören, gehen zurück auf das 4. Jh. v.Chr. Er wurde exakt auf den Überresten des früheren Tempels erbaut, der zurück auf das 6. Jh. v.Chr. geht. Innen befand sich das „Adyton“, das Orakel von Delphi und der Sitz der Pythia.
Das Schatzhaus der Athener ist ein kleines Gebäude, das wie ein Antentempel im dorischen Baustil mit zwei Säulen und einem reichen Relief erbaut wurde. Es wurde Ende des 6. Jh. V.Chr. von den Athenern erbaut, um die Opfergaben an Apollo zu beherbergen.
Der Altar der Chianer. Der große Altar des Heiligtums vor dem Tempel von Apollo wurde nach einer Inschrift im Sims von der Bevölkerung der Insel Chios im 5. Jh. v.Chr. errichtet. Das Monument besteht im Sims und Basis aus weißem, der Rest aus schwarzen Marmor, was einen schönen farblichen Kontrast bildet.
Die Stoa der Athener, die im ionischen Baustil errichtet worden ist, besitzt sieben Flötensäulen, die alle aus einem Stein gehauen sind. Der Inschrift nach wurde die Stoa durch die Athener 478 v.Chr. errichtet, um die Trophäen aus den persischen Kriegen zu beherbergen.
Das Theater des Heiligtums wurde ursprünglich im 4. Jh. v.Chr. errichtet. Die heute sichtbaren Ruinen stammen jedoch aus der römischen Herrschaftszeit. Es hat 35 steinerne Sitzreihen. Die Fundamente der Bühne sowie das gepflasterte Orchester sind erhalten.
Das Stadion wurde im 5. Jh. v.Chr. errichtet und im 2. Jh. n.Chr. durch Herodes Atticus restauriert. Dabei wurden die Steinsitze am gebogenen Eingang ergänzt.
Die Kastalia Quelle. Die heilige Quelle von Delphi liegt in der Schlucht von Phädriades. Die erhaltenen Überreste der zwei monumentalen Brunnen, die ihr Wasser von der Quelle erhalten, gehen zurück auf die archaische und römische Ära. Der ältere wurde in Stein gehauen und hat Nischen hoch oben im Fels, wo wahrscheinlich die Opfergaben für die Nymphe Kastalia aufbewahrt wurden.
Der Tholos ist ein rundes Gebäude, was ca. 380 v.Chr. im dorischen Baustil errichtet wurde. Seine Funktion ist bis heute unbekannt. Nach seinen farbigen Steinen, der feinen Handwerkskunst und die Reliefdekoration muss es von hoher Bedeutung gewesen sein.
Die Polygonale Mauer ist eine Schutzmauer, die nach der Zerstörung des alten Tempels von Apollo 548 v.Chr. errichtet wurde, um als Fundament den neuen Tempel zu stützen. Eine Vielzahl an Inschriften ist in ihre Steine gehauen.
Das Gymnasium war ein Gebäudekomplex, das von der Jugend Delphis zu Bildungs- und Trainingszwecken genutzt wurde. Es wurde über zwei Etagen gebaut. Der obere Bereich war eine Säulenhalle und ein offener Bereich für Lauftrainings, im unteren Bereich befanden sich die Palaestra, der Pool und die Therme.
Der Sifnionschatz muss nach seiner Skulpturendekoration, die im Museum von Delphi ausgestellt ist (eine der reichsten der Welt), und nach der einzigartigen Kupferstatue des Hiniohus, der Sphinx von Naxion und vielen anderen Fundstücken nach sehr bedeutend gewesen sein.
Die neue Stadt Delphi, die nach den Ausgrabungen von 1892 einen Kilometer weiter westlich verlegt wurde, besitzt zahlreiche Touristenunterkünfte, die sich für Besucher jeglicher Präferenz eignen. Man findet hier das Europäische Kulturzentrum von Delphi, welches internationale Aktivitäten, das frühere Haus von Angelos und Eva Sikelianos, was zum Museum des Delphischen Festivals umgestaltet wurde, und eine Zweigstelle der Kunsthochschule organisiert.
Chrisso gehört zur Gemeinde von Delphi und erhielt seinen Namen von der antiken Stadt Krissa, die nach Homer im 14. oder 15. Jh. v.Chr. errichtet wurde. Die Ruinen der Mauern des antiken Krissa sind erhalten und liegen auf dem Hügel Stefani südlich des heutigen Chrisso. Hier scheint das Hippodrom von Delphi gewesen zu sein, wo die Pythia stattfand. Heutzutage ist Chrisso ein schönes großes Dorf mit Häusern, die von grünen Gärten umsäumt werden, mit zwei malerischen Plätzen mit alten Platanen, traditionellen Tavernen und netten, gastfreundlichen Einwohnern.
Das Kloster des Propheten Helias befindet sich 7 km nordwestlich von Chrisso und kann auch gut von Delphi aus erreicht werden. Es wurde an einem faszinierenden Ort in 400 m Höhe erbaut und überblickt die olivenbewachsene Region Amfissas, den Golf von Korinth, Galaxidi und die Berge des Peloponnes. Das Kloster wurde während der griechischen Revolution gegen die türkische Fremdherrschaft 1821 berühmt. Es wurde bis zu seiner Zerstörung durch die Türken im August 1825 als Basis und Zufluchtsort der Kämpfer der östlichen Sterea Ellada genutzt. 1834 wurde es an der selben Stelle wieder errichtet. Im Februar 1943 wurde das Kloster durch die Italiener in Brand gesteckt. Nach 1961 wurde es dann teilweise rekonstruiert. Heute kann der Besucher den schönen hölzernen Ikonenschrein bewundern, der Szenen des alten und neuen Testamentes darstellt, eine Arbeit eines großen Künstlers von Epirus. Außerdem kann man die wertvolle Bibliothek, die Manuskripte und Briefe aus der griechischen Revolution beherbergt, besichtigen.
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